Getrud Oertwig - Rechtsanwältin - Fachanwalt Familienrecht

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20 Jahre Rechtsanwaltskanzlei Gertrud Oertwig

20 Jahre im Auftrag der Mandanten für deren Recht

Kennen Sie das Gefühl, ins kalte Wasser zu springen und den Grund unter den Füßen nicht mehr zu spüren? So ungefähr müssen Sie es sich vorstellen, habe ich mich am 01.08.1990 gefühlt, am ersten Tag meiner Selbständigkeit als Rechtsanwältin. Ich hatte zwar schon 15 Jahre als Juristin in mehreren kleinen und auch großen Unternehmen der DDR gearbeitet und dies größtenteils eigenständig, aber nun galt es, völlig neu anzufangen. Das bisher anzuwendende Recht galt bis auf einige Übergangsregelungen nicht mehr und das neue Recht gehörte noch nicht zu meinem ständig abrufbereiten Wissen. Es galt nicht nur für mich, sondern auch für alle Berufskolleginnen und -kollegen in den neuen Bundesländern, die urplötzlich mit einem neuen Rechtssystem konfrontiert wurden, sich diese fehlenden Kenntnisse in möglichst kurzer Zeit umfassend anzueignen. Unendliche viele Weiterbildungsveranstaltungen wurden besucht, für jede Information war man dankbar, brachte sie doch ein kleines Stück der verloren gegangenen Selbstsicherheit zurück. Rechtssuchende gab es genug, aber man musste deren Vertrauen erst einmal wieder gewinnen. Jeder neue Fall wurde zu einer Herausforderung. Da die Mandanten noch nicht so zahlreich kamen, nutzte ich die Zeit, mich mit der modernen Technik vertraut zu machen. Das Unternehmen, RA-MICRO, welches in Berlin Software für Rechtsanwälte entwickelte, überraschte mich damit, dass es mir ein Kanzleigründer-Paket kostenlos zur Verfügung stellte, was für mich damals kaum fassbar war. Schritt für Schritt und mit jedem bearbeiteten Fall kam die Sicherheit zurück. Ich stellte fest, dass ich die Arbeit nicht mehr allein schaffen kann und Mitarbeiter benötige. Da es in den neuen Bundesländern noch keine ausgebildeten Rechtsanwaltsfachangestellten gab, stellte ich zunächst andere arbeitswillige Angestellte ein, und begann dann damit, selbst auszubilden. Ich hatte mir das anspruchsvolle Ziel gesetzt, eine maximale Zufriedenheit meiner Mandanten zu erreichen und dabei auch die Lebensqualität für alle in der Kanzlei tätigen Mitarbeiter nicht zu vernachlässigen. Die Qualität meiner Arbeit wurde von den hervorragend ausgebildeten Mitarbeitern meiner Kanzlei nicht unwesentlich beeinflusst. Im Jahr 1998 absolvierte ich dann die Ausbildung zur Fachanwältin im Familienrecht, um den hohen Anforderungen der Zeit gerecht werden zu können, und bin seitdem überwiegend auf dem Gebiet des Familienrechts und Erbrechts tätig. Regelmäßige Weiterbildungen sind für mich ebenso selbstverständlich, wie auch das persönliche Engagement zur Vervollkommnung der Rechtskenntnisse und das nicht nur auf dem Gebiet des Familienrechts.
Mit dem Umzug in die neuen Kanzleiräume in die Halberstädter Str. 125-127 im September 2008 wurde aus der bisherigen Einzelkanzlei eine Bürogemeinschaft mit meinem Sohn Lars Oertwig, der die bis dahin auch von mir bearbeiteten Rechtsgebiete Verkehrsrecht-und Verkehrsstrafrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Vertragsrecht übernahm.
Die übergroße Mehrheit meiner Mandanten hat mich seither auf meinem Weg begleitet, wofür ich an dieser Stelle Dank sagen möchte.
Jeder zufriedene Mandant lässt das Ihnen sicherlich auch bekannte Gefühl, völlig fertig zu sein und wieder mal viel zu spät abends nach Hause zu kommen, verblassen, denn Sie spüren, die Arbeit hat sich gelohnt. Es ist ein Glück für mich, dieses Gefühl erleben zu dürfen.
Die Rechtsanwälte Oertwig werden sich auch weiter ihren Mandanten und dem Recht verpflichtet fühlen.

Mit meiner Familie, einigen Mandanten, Freunden und befreundeten Kollegen habe ich am 01.08.2010 in der Gaststätte Porten in Magdeburg mein 20 jähriges Jubiläum gefeiert, um mich bei allen für ihr Vertrauen, die gute Zusammenarbeit und auch für die Bereicherung in meinem Leben zu bedanken. Erinnerungen wurden ausgetauscht, es gab viel zu schmunzeln und auch zum Nachdenken. Anlässlich meines Jubiläums haben sich meine Gäste an einer Spendensammlung für das Hospiz in den Pfeifferschen Stiftungen in Magdeburg, dem ich persönlich für die vorbildliche Betreuung meiner im Jahr 2004 an Krebs verstorbenen Mutter zu großem Dank verpflichtet bin, beteiligt. Auch dafür meinen herzlichen Dank.
Das "Hospiz im Luisenhaus" ist ein Ort für Menschen, die aufgrund einer weit fortgeschrittenen unheilbaren Krankheit nicht mehr im Krankenhaus behandelt und nicht mehr von Angehörigen bzw. Pflegediensten Zuhause rund um die Uhr betreut werden können. Durch bedürfnisorientierte, professionelle 24-Stunden-Betreuung und Begleitung der Hospizgäste sowie ihrer Angehörigen und Freunde wird das Möglichste getan, um Leiden zu lindern. Das Hospiz ist eine Einrichtung, die es totkranken Menschen ermöglicht, die letzten Tage und Stunden ihres Lebens in Würde zu erleben. Der Spendenbetrag in Höhe von 500,00 € trägt dazu bei, wirklich hilfsbedürftigen Menschen etwas Gutes zu tun.

Autor: Gertrud Oertwig

Eingestellt: 18.08.2010